KFHist: (G 3) Berliner Chronik Skip to main content

Ein Editionsprojekt der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

HHUD Düsseldorf

(G 3) Berliner Chronik



S. 251

Einleitung

I. Inhalt und historische Einordnung

Lietzmann beschrieb bereits die inhaltlichen Eigentümlichkeiten des Pergaments: Im Großen und Ganzen bietet es für die Mittelpassage (für die Zeit von 306–334) nichts anderes als eine griechische Version der Consu­laria Constantinopolitana, enthält aber am Anfang und am Ende auch eini­ge Notizen, die sich anson­sten nur in der Tradition befinden, die Momm­sen als Consularia Italica bezeichnet und die er durch die Fasti Vindobo­nenses und den Barbarus Scaligeri in nebeneinander gestellten Kolumnen rekonstruiert hat.1 Besonders deutlich ist die Nähe zur italischen Tradition anscheinend in der Angabe zur Translation der Reliquien des Andreas und Lukas im Jahre 336, die sonst nur in den Fasti Vindobonenses und demS. 252 Barbarus Scaligeri zu entdecken ist.2 Auch die rekonstruierbare Anfangs­notiz über das Martyrium des Laurentius findet sich sonst nur in den Fasti Vindobonenses. Dabei bietet Lietzmann eine mechanistische Erklärung für die Durchmischung der beiden Traditionen. Der Text der Consularia sei „mitten hineingesprengt“, was unter anderem daran erkennbar sei, dass bei den Consularia die Bilder fehlen und dass der Übergang von der italischen Tradition zur Konstantinopolitaner durch notdürftige Flickung erkennbar sei, aufgrund derer die Jahre 307 bis 311 ausgefallen seien. Diese Erklä­rung greift aber schon deshalb nicht, weil die italische Tradition z. B. den Tod Konstantins d. Gr. nicht er­wähnt, genau dies aber wie im Pergament eben in der Konstantino­politaner Tradition festgehalten war.3 Burgess und Dijkstra bemerken auch die Eigentümlichkeit, dass die Translatio der Reliquien des Andreas und Lukas zwar wie in der italischen Tradition in das Jahr 336 fällt, dass aber die Formulierungen exakt der Notiz der Consularia Constantinopolitana für das Jahr 357 entsprechen.4 Ein Blick auf die Fehler und Eigentümlichkeiten der Erwähnung von Konsulnpaaren lässt ein weiter differenziertes Bild zu. Hier sind bei der italischen Tradi­tion auch die Konsulnlisten des Prosper Tiro zu berücksich­tigen, der seine Nachrichten zwar aus Hieronymus, die Konsulnpaare aber aus einer Vor­gängerversion der Ravennater Annalen übernommen hat. Der von Burgess und Dijkstra gebotene Überblick zeigt, dass die Berliner Chronik bald mit Prosper Tiro und den Traditionen der Consularia Italica zusammenfällt, bald aber mit Prosper Tiro allein.5 DieS. 253 Durchmischung, die in der Berliner Chronik auffällt, spricht nun insgesamt dafür, auf eine scharfe Scheidung der italisch-alexandrinischen und Konstantinopolitaner Tradition für die Consularia-Notizen zu verzichten. Ein wirkliches Stemma lässt sich angesichts der Tatsache nicht herstellen, dass diese Consularia für den weitverbreiteten allgemeinen Gebrauch, für die unser Exemplar ein gutes Zeugnis ist, bestimmt waren und als Massenware immer wieder neu redigiert wurden und dass dabei Nachrichten aus einem eng begrenzten Pool von Informationen in wechselnden Konstellationen neu zusammen­gestellt wurden. Dass für die Geschichte des 4. Jh. die Notizen der italisch-alexandrinischen Tradition aus einem Grundstock von Konstantinopoli­taner Nachrichten hervorgegangen sind, ist allgemein anerkannt. Das Berliner Pergament liefert eher ein Beispiel dafür, wie sich im 5. Jh. eine Variante der Konstanti­no­po­litaner Nachrichten herausbildete, aus deren Informationspool dann später die alexandrinisch-ravennatische Tradition schöpfte. [B. B.]

II. Beschreibung des Pergaments

Das Blatt wurde im ägyptischen Ort Eschmunen (el-Ashmunein, das antike Hermopolis Magna) gefunden und dort vom Antikenhändler Muham­mad Abdallah am 25. Juli 1907 zusammen mit anderen Stücken dem deut­schen Papyruskartell verkauft.6 So gelangte das Pergament in den Besitz der Königlichen (heute: Staatlichen) Museen zu Berlin. Es wird dort unter der Signatur P 13296 aufbewahrt.7 Aus den fragmentierten Teilen des Per­gamentblattes setzte der Mitarbeiter der Papyrussammlung Hugo Ibscher zwei größere Bruchstücke des Blattes zusammen, legte sie auf Papier in der von ihm ersehenen Zusammengehörigkeit auf, fixierte und sicherte sieS. 254 mit einer Glasplatte und versiegelte das Ganze mit Lack. Das Pergament­blatt hat nach Ibschers Rekonstruktion eine Höhe von 28 cm und eine Breite von 16 cm.8 Da Ibscher das Blatt so montierte, dass nur eine Seite sichtbar ist, kann man annehmen, dass nur die Vorderseite beschrieben ist. Durch Teilverluste des Blattes sind große Teile des Textes und der Illustra­tionen nicht erhalten. Die noch vorhandenen Text- und Bildteile sind teilweise beschädigt und schlecht zu entziffern, teils durch Verlust der Tinten- und Farbspuren, teils durch Verschmutzung des Blattes. Von der ursprünglichen Farbigkeit der Illustrationen ist fast nichts mehr zu er­kennen, nur die Wirkung der Farben auf das Pergament lässt sich erahnen. Auch an Qualität stehen die Zeichnungen hinter denen der vergleichbaren Alexan­drinischen Weltchronik (KFHist G 4) zurück. Eine Restaurierung dürfte genauere Aussagen über die Abbildungen ermöglichen, während sich für den Text kaum inhaltlich relevante Änderungen oder Ergänzungen ergeben dürften.9

Der Text ist in zwei Spalten geschrieben, die Konsulnamen in brauner und die historischen Einträge in schwarzer Tinte.10 Die Konsuln eines Jahres (Namen im Genetiv) stehen in einer Zeile bündig: links der erste Konsul, in der Mitte καὶund rechts (nach kleinem Zwischenraum) der zweite Konsul, so dass durch die schematische Anordnung zwischen dem ersten Konsulnamen und dem καὶ ein mehr oder weniger großer Abstand entsteht. Die linke Spalte (col. 1) ist weniger gut erhalten als die rechte (col. 2): Von der Konsulnliste ist nur der jeweils zweite Name und das καὶ lesbar, denn der linke Rand des Blattes ist abgerissen. An der Bruchstelle zwischen den zwei Fragmenten des Blattes ist mindestens eine Zeile aus­gefallen, aber Ibschers Montage lässt den Abstand wohl größer erscheinen, als er ursprünglich war (genauere Aussagen werden sich nach der Restau­rierung des Pergamentblatts treffen lassen). Es ist kaum mehr als eine Zeile ausgefallen, so dass man den Text mit der Konsuldatierung des Jahres 318 ergänzen kann. Lesbar sind in der linken Spalte 27 Zeilen, in der rechten 48.S. 255

Die historischen Einträge beginnen mit ταύτῃ τῇ ὑπ(ατείᾳ) , wobei als Abkürzungszeichen entweder ein horizontaler Strich über υπ oder eine vertikale Haste neben dem π steht. Letzteres Kürzel verwendet der Schrei­ber auch bei der Abkürzung von Monatsnamen. Eine lange, diagonale Haste ( / ) kommt ebenfalls als Abkürzungszeichen vor; darüber hinaus findet sich zweimal κωϲτ πο (col. 2,32. 42) für Κωϲταντινούπολιϲ.11 Zahlen sind mit einem horizontalen Strich markiert.

Die Schrift des Pergaments ist die sogenannte biblische Majuskel, aller­dings in einer sehr nachlässigen, flüchtigen und gedrängten Ausführung.12 Cavallo datiert den Text aus paläographischen Gründen in das späte 5. Jh.13 Fehler kommen gelegentlich, aber nicht auffällig häufig vor: col. 1,8 γαβριονοϲ (statt Γλαβρίονοϲ) ist ein einfacher Schreibfehler; anderes lässt sich auf damals gewöhnliche Abweichungen in der Flexion zurück­führen, so die Verbform col. 2,42 εἰϲῆλθαν (statt εἰϲῆλθεν). Die meisten Fehler hängen mit der Phonologie des spätantiken Griechisch zusammen und sind charakteristisch für die Schreibgewohnheiten jener Zeit: ε statt αι in col. 1,1 κεϲαροϲ (lies Καίϲαροϲ) und 1,14 ϲεκουλαριου (lies Ϲαικου­λαρίου),14 Anaptyxe und Monophthongierung in col. 2,43 λιμψανα (lies λείψανα), fehlendes ν vor ϲ in den mit Κω⟨ν⟩ϲταν- beginnenden Orts- und Personennamen (passim; vgl. aber col. 2,38 Κώϲτανϲ).15 Schließlich ist zu erwähnen, dass der Schreiber an einigen Stellen das ι mit einem Trema versieht: col. 2,29 ϊουϲτου, col. 2,35 ϊλαριανου, col. 2,39 ϊανουαρ(ιων), col. 2,33 ϊδων μαϊων , col. 2,44 ϊουλ(ίων) und vielleicht col. 2,41 πομπεϊανου (Trema unsicher). In einigen dieser Fälle lässt sich diese Schreibweise mit Burgess und Dijkstra als Markierung von ι als Halbvokal deuten.S. 25616

Die Illustrationen zu den chronistischen Einträgen stehen unter oder über den jeweiligen Einträgen, meist mit etwas Abstand zum Text. Sie sind mit brauner Tinte vorgezeichnet – derselben, mit der die Datierungsfor­meln geschrieben sind –, nachträglich mit verschiedenen Farben ausge­malt, von denen nur wenige Spuren erhalten sind, und gelegentlich mit der schwarzen Tinte der chro­nistischen Notizen bearbeitet. Aufgrund der Abstände der Bilder zum Text bzw. der gelegentlichen Überlappungen zwischen Text und Bild vermuten Burgess und Dijkstra, dass der Text zu­erst mit Freiräumen für die Illustrationen geschrieben und diese nachträg­lich ergänzt wurden. Sie führen zum Vergleich den Barbarus Scaligeri an, dessen Schreiber einige Bereiche im Text als Platzhalter für Illustrationen leer ließ.17

III. Bemerkungen zur Edition

Die vorliegende Edition beruht auf Autopsie des Originaldokuments, wie dies auch bei den Editionen von Lietzmann und Burgess / Dijkstra der Fall war.18 Die Texte dieser Editoren wurden sowohl mit dem Original als auch mit dem hochauflösenden Scan der Berliner Papyrusdatenbank verglichen. Abweichungen von den Vorgängereditionen ergaben sich insbesondere hinsichtlich der Lesbarkeit einzelner Buchstaben. Die Ergänzungen der Lücken stammen, wo dies nicht anders angegeben ist, von Lietzmann.

Das Layout der vorliegenden Edition entspricht (wie bei Lietzmann und Burgess / Dijkstra) der Gliederung des Textes auf dem Pergament insofern, als die Zeilenanordnung und der gleichmäßige Abstand der Konsulnamen beibehalten wurde. Die Schreibweisen des Pergaments (auch die gelegent­lichen Fehler) wurden im Text belassen und nur im kritischen Apparat kor­rigiert; das regelmäßig fehlende ν bei den Namen Κω⟨ν⟩ϲταντῖνοϲ u. ä. wird dort nicht erwähnt. Abkürzungen des Pergaments wurden im Text aufgelöst (anders als bei Lietzmann, nach dem Vorbild von Burgess und Dijkstra). Zur leich­teren Orientierung sind die Datierungsformeln wie bei den Vorgängereditionen mit Jahreszahlen nach der christlichen Zeitrech­nung in runden Klammern versehen. Die Konsulnamen wurden (wie beiS. 257 den Consularia Constantinopolitana und der Alexandrinischen Weltchro­nik) in der Übersetzung in ihrer lateinischen Schreibweise wiedergegeben (außer die Kaiser, für die etablierte deutsche Namensformen existieren).

In Ermangelung eines überlieferten Titels wurde für diesen Text die Bezeichnung „Berliner Chronik“ gewählt, die auch Burgess und Dijkstra im Titel ihrer kommentierten Edition verwenden. Ihr Vorschlag, diesen Text als Consularia Berolinensia zu zitieren – ein Name, den Burgess früher für die Consularia Constantinopolitana erwogen hatte19 – ist eine Konsequenz von Burgess’ Einteilung der antiken Chroniken in verschie­dene Untergattungen. Wegen verschiedener Bedenken gegen diese Hypo­these schien es angebracht, bei der allgemeinen Bezeichnung „Chronik“ zu bleiben.20 [J. G.]


1 S. dazu Einleitung zu KFHist G 4. S. auch die Darlegungen von Lietzmann, Ein Blatt aus einer antiken Weltchronik 339, zu den beiden „Haupttypen dieser Chroniken“.

2 Vgl. Cons. Italica, p. 293 Mommsen zum Jahr 336:his consulibus introierunt Con­stan­tinopolim Lucas et Andreas (Fast. Vind. I); his consulibus passi sunt Lucas et Andreas apostoli II Kal. Decembris (Fast. Vind. II); hisdem consulibus translati sunt in Con­stan­ti­nopolim sanctus Andreas apostolus et Lucas evangelista X Kal. Iulias (Barbarus Scaligeri).

3 Vgl. Cons. Const. 337,1:Constantinus Augustus ad caelestia regna ablatus est die XI Kal. Iun.

4 Vgl. Cons. Const. 357,1: introierunt Constantinopolim reliquiae sanctorum aposto­lo­rum Andreae et Lucae die V Non. Mar. Burgess / Dijkstra, The Berlin ‘Chronicle’ 278 f.

5 Burgess / Dijkstra, The Berlin ‘Chronicle’ 300 f. So wird etwa das Konsulnpaar des Jahres 251 korrekt als Decius II und Decius Caesar (also Herennius Etruscus) bezeichnet, während die Fasti Vindobonenses einen Rusticus bieten. Für 268 wird korrekt in Überein­stimmung mit den Consularia Constantinopolitana ein Marinianus genannt. Ein phantoma­tischer Konsul Maximus, der für das Jahr 262 erwähnt wird, taucht ausschließlich bei Prosper Tiro, diesmal für das Jahr 263 auf, nicht aber in den Consularia Constantinopoli­tana. Für das Jahr 328, also in einem Zeitraum innerhalb dessen für die historischen Noti­zen Übereinstimmung mit den Consularia Constantinopolitana bestehen, hat das Pergament das Konsularpaar Ianuarius und Iustus, das sonst nur bei Prosper und in den Fasti Vindobo­nenses begegnet, wobei allerdings die Verschreibung von Ianuarinus zu Ianuarius nicht ungewöhnlich ist.

6 Burgess / Dijkstra, The Berlin ‘Chronicle’ 283. Der Käufer könnte F. Zucker gewesen sein, der sich im August 1907 in Eschmunen aufhielt; vgl. O. Primavesi, Zur Geschichte des deutschen Papyrus­kartells, ZPE 114 (1996) 173–87, hier 177 f. Die Leuven Database of Ancient Books (LDAB) id. 5767 vermutet, dass der Fundort auch der Herkunftsort ist; vgl. aber Burgess / Dijkstra a. a. O.

7 Vgl. den Eintrag in der Berliner Papyrusdatenbank (BerlPap) mit Beschreibung und Scan: (abgerufen am 15. Januar 2016). Für freundliche Auskünfte und die Möglichkeit zur Einsicht des Originals (am 8. April 2015) danken wir Herrn Marius Gerhardt M. A. und Frau Dipl.-Rest. Myriam Krutzsch vom Ägyptischen Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin.

8 Lietzmann, Ein Blatt aus einer antiken Weltchronik 420. Vgl. Burgess / Dijkstra, The Berlin ‘Chronicle’ 284 Anm. 40. Die genauen Maße werden sich erst nach der Restaurie­rung bestimmen lassen, dürften aber kaum von Lietzmanns Angabe abweichen.

9 Die Restaurierung des Pergamentblattes war bei Abschluss des Manuskripts noch nicht terminiert.

10 Burgess / Dijkstra, The Berlin ‘Chronicle’ 284.

11 McNamee, Abbreviations 43. 46. 52. 71. 84. 101. Vgl. Burgess / Dijkstra, The Berlin ‘Chronicle’ 286 f.

12 „… a quite crude and sloppy example of the biblical majuscle“, Burgess / Dijkstra, The Berlin ‘Chronicle’ 285.

13 G. Cavallo, Ricerche sulla maiuscola biblica, Firenze 1967, 84–93. Vgl. Burgess / Dijkstra, The Berlin ‘Chronicle’ 286 Anm. 55.

14 Diese Schreibweise kommt in Papyri der römischen Kaiserzeit sehr häufig vor, vgl. Gignac, Grammar of the Greek Papyri 1,191 f.

15 Bei lateinischen Lehnwörtern fehlt in Papyri das ν vor ϲ ohne Ausnahme („virtually exclusive“), in lateinischen Eigennamen nur manchmal („occasionally“), vgl. Gignac, Grammar of the Greek Papyri 1,117.

16 Burgess / Dijkstra, The Berlin ‘Chronicle’ 287.

17 Burgess / Dijkstra, The Berlin ‘Chronicle’ 285; Burgess, Excerpta Latina Barbari 4–6.

18 Dijkstra untersuchte das Pergamentblatt 2011 im Auftrag von Burgess. Die Grundlage der Edition beider Autoren bildeten digitale Reproduktionen, die von Fabian Reiter mit dem Original verglichen wurden. Vgl. Burgess / Dijkstra, The Berlin ‘Chronicle’ 274; 275 Anm. 9.

19 Burgess, Chronicle of Hydatius 175 Anm. 1.

20 Vgl. M. Becker, Einl. zu G 1, S. 4–7.

Erklärung der Siglen, Zeichen und Abkürzungen in Text und Apparat

{aaa} vom Editor getilgte Buchstaben
⟨aaa⟩ vom Editor hinzugefügte Buchstaben
(aaa) vom Editor aufgelöste Abkürzungen
[aaa] vom Editor in einer Lücke ergänzte Buchstaben
ạạạ unsicher erhaltene Buchstaben
̣ ̣ ̣ ̣ unleserliche Reste von Buchstaben
[ ̣ ̣ ̣ ̣] Zahl der in einer Lücke verlorengegangenen Buchstaben
| Zeilenende auf dem Papyrus
B. et D. Burgess et Dijkstra
dub. dubitanter
leg. legit (-erunt)
litt. littera(e)
suppl. supplevit (-erunt)
v. versus

Erklärung der Sonderzeichen in der Übersetzung

[ - ] Lücke oder einzelne Buchstaben, wodurch der Zusammenhang bzw. die Syntax nicht gestört ist.
[ - - - ] Lücke oder einzelne Buchstaben, wodurch der Zusammenhang bzw. die Syntax gestört ist.
Über die Länge dieses Bereiches geben die Zeichen keine Auskunft.

col. 1

(imago 1)

(251) [Δεκίου βʹ]κ̣α̣ὶ Κέϲα̣[ροϲ Δεκίου]

lege Καίϲαροϲ

[ταύτῃ τῇ ὑπ(ατείᾳ) ἔ]π̣α̣θ̣ε̣ν̣ ὁ̣ [ἅγιοϲ

ἔ]π̣αθεν leg. B. et D. : ἔπ]αθεν Lietzmann

ὁ̣ [ἅγιοϲ Λαυρέντιοϲ] B. et D. : [Λαυρέντιοϲ ὁ διάκονοϲ] Lietzmann

Λαυρέντιοϲ] ἐν Ῥώμ[ῃ πρὸ γʹ Ἰδ(ῶν) Αὐγ(ούϲτων)].

γʹ suppl. B. et D. : δʹ Lietzmann

(imago 2)


lege Καίϲαροϲ ἔ]π̣αθεν leg. B. et D. : ἔπ]αθεν Lietzmann ὁ̣ [ἅγιοϲ Λαυρέντιοϲ] B. et D. : [Λαυρέντιοϲ ὁ διάκονοϲ] Lietzmann γʹ suppl. B. et D. : δʹ Lietzmann

(252) [Γάλλου]καὶ Βολου[ϲ]ι̣ανοῦ

5(253) [Βολουϲιανοῦ βʹ]καὶ Μαξ[ίμο]υ̣

(254) [Βαλεριανοῦ]καὶ Γαλλι[ενοῦ]

(255) [Βαλεριανοῦ] βʹκαὶ Γαλλιε[νο]ῦ [βʹ]

Γαλλιενοῦ βʹ Lietzmann

5 Γαλλιενοῦ βʹ Lietzmann

(256) [Μαξίμου]καὶ Γαβρίονοϲ

lege Γλαβρίονοϲ

5 lege Γλαβρίονοϲ

(257) [Βαλεριανοῦ] γ̣ʹκαὶ Γαλλιενοῦ γ̣ʹ

10(258) [Τούϲκου]καὶ Βάϲϲου

[ταύτῃ τῇ ὑπ(ατείᾳ)] ἔπαθεν Κυπριανὸϲ

[ἐν Καρθαγέν]νῃ πρὸ ιηʹ Καλ(ανδῶν) Ὀκτωβ(ρίων).

Καρθαγέ]ν̣νῃ B. et D. : Καρθαγέ]ννῃ Lietzmann

(imago 3)


10 Καρθαγέ]ν̣νῃ B. et D. : Καρθαγέ]ννῃ Lietzmann

(259) [Αἰμιλιανοῦ]καὶ Βάϲ̣ϲ̣ου βʹ

Βάϲ̣ϲ̣ου leg. B. et D. : Βά[ϲϲ]ου Lietzmann

10 Βάϲ̣ϲ̣ου leg. B. et D. : Βά[ϲϲ]ου Lietzmann

(260) [Ϲεκουλαρίου]καὶ Δον̣άτου

Ϲεκουλαρίου lege Ϲαικουλαρίου

Δον̣άτου leg. B. et D. : Δο[ν]άτου Lietzmann


10 Ϲεκουλαρίου lege Ϲαικουλαρίου10 Δον̣άτου leg. B. et D. : Δο[ν]άτου Lietzmann

15(261) [Γαλλιενοῦ δʹ]καὶ Βολ̣ο̣υ̣ϲ̣ιανοῦ


15 Βολ̣ο̣υ̣ϲ̣ιανοῦ leg. B. et D. : Βο[λουϲ]ιανοῦ Lietzmann

(262) [Γαλλιενοῦ εʹ]καὶ Μαξ[ί]μ̣ο̣υ̣

Μαξ[ί]μου Lietzmann

15 Μαξ[ί]μου Lietzmann

(263) [Ἀλβίνου]καὶ Δέξ[τρ]ο̣υ

Δέξ[τρ]ου Lietzmann

15 Δέξ[τρ]ου Lietzmann

(264) [Γαλλιενοῦ ϛʹ]καὶ Ϲατο[υρ]ν̣ί̣[νου]

Ϲατο[υρ]νί[νου] Lietzmann

15 Ϲατο[υρ]νί[νου] Lietzmann

(265) [Βαλεριανοῦ δʹ]καὶ Λουκ[ί]λ̣λ̣[ου]

Λουκ[ί]λλ[ου] Lietz­mann

15 Λουκ[ί]λλ[ου] Lietz­mann

20(266) [Γαλλιενοῦ ζʹ]καὶ Ϲατουρ[νίνου]

Ϲα­τουρ[νίνου] B. et D. : Ϲατουρ[νίνου βʹ] Lietzmann

20 Ϲα­τουρ[νίνου] B. et D. : Ϲατουρ[νίνου βʹ] Lietzmann

(267) [Πατέρνου]καὶ Ἀρχελάο[υ]


(268) [Πατέρνου βʹ]καὶ Μαρινια[νοῦ]


20 post Πατέρνου voluit [γʹ] Lietzmann, noluerunt B. et D.

(270) [Ἀντιοχιανοῦκαὶ] Ὀρφίτου

25(271) [Αὐρηλιανοῦκαὶ] Βάϲ̣ϲ̣[ο]υ

leg. et suppl. B. et D. | Β̣ά̣ϲ̣ϲ̣[ο]υ B. et D.

Β̣ά̣ϲ̣ϲ̣[ο]υ B. et D.


25 leg. et suppl. B. et D.25 Β̣ά̣ϲ̣ϲ̣[ο]υ B. et D.

(272) [Κουιέτουκαὶ Β]ε̣λ̣[δουμιανοῦ]

[Β]ε̣λ̣[δουμιανοῦ] Groß : [Β]ε̣[λδουμιανοῦ] B. et D.

25 [Β]ε̣λ̣[δουμιανοῦ] Groß : [Β]ε̣[λδουμιανοῦ] B. et D.

(273) [Τακίτουκαὶ] Π̣[λακίδου]

[   desunt ca. 11-12 v. ]

[   desunt ca. 13 litt. ]εν

30[   desunt ca. 9-10 v. ]

col. 2

[ταύτῃ] τῇ [ὑπ(ατείᾳ) desunt ca. 16-18 litt.]

desunt ca. 4-5 litt.]ϲ̣αφ[

(imago 4)

(306) Κ̣ω̣ϲτα̣ν̣[τίου ϛʹκαὶ Μαξιμιανοῦ ϛʹ]

ταύτῃ τῇ ὑπ(ατείᾳ) ἔπα̣θ̣ε̣ν [Τιμό]θεοϲ

ἔπα̣θ̣ε̣ν leg. B. et D. : ἔπ[αθε]ν̣ Lietzmann

[Τιμό]θεοϲ B. et D. : [Τιμόθεοϲ] Lietzmann

5ἐν Ῥώμῃ πρὸ ιʹ Καλ(ανδῶν) Ἰο[υλίω]ν.

(imago 5)

τ̣[αύ]τῃ τῇ ὑπ(ατείᾳ) ἐτελεύτη[ϲε]ν Κωϲ-

τ̣[αύ]τῃ B. et D. : [ταύ]τῃ Lietzmann

Κωϲτ̣[ά]ν̣τιοϲ B. et D. : Κωϲ[τάν]τιοϲ Lietzmann

τ̣[ά]ν̣τιοϲ καὶ μετὰ ταῦτα ἐ̣γέρθη̣

ἐγέρθη Lietzmann

Κωϲταντῖνοϲ βαϲ(ιλεὺϲ) πρὸ ηʹ Καλ(ανδῶν) Αὐγ(ούϲτων).


30 ἔπα̣θ̣ε̣ν leg. B. et D. : ἔπ[αθε]ν̣ Lietzmann30 [Τιμό]θεοϲ B. et D. : [Τιμόθεοϲ] Lietzmann5 τ̣[αύ]τῃ B. et D. : [ταύ]τῃ Lietzmann5 Κωϲτ̣[ά]ν̣τιοϲ B. et D. : Κωϲ[τάν]τιοϲ Lietzmann5 ἐγέρθη Lietzmann

(312) Κωϲταντί[νου βʹ]καὶ Λικιννίου [βʹ]

post Λικιννίου suppl. βʹ B. et D.

5 post Λικιννίου suppl. βʹ B. et D.

10(313) Κωϲταν[τίνου γʹκ]α̣ὶ Λικιννίου [γʹ]

κ]α̣ὶ B. et D. : κα]ὶ Lietzmann

post Λικιννίου suppl. γʹ B. et D., βʹ Lietzmann


10 κ]α̣ὶ B. et D. : κα]ὶ Lietzmann10 post Λικιννίου suppl. γʹ B. et D., βʹ Lietzmann

(314) Βολουϲι[ανοῦ]καὶ Ἀννιανο̣ῦ̣

(315) Κ̣[ωϲταντίνου δʹ]κ̣α̣ὶ̣ Λικιννί[ου δʹ]

Λικιννί[ου Groß : Λικινν[ίου Lietzmann

10 Λικιννί[ου Groß : Λικινν[ίου Lietzmann

(316) Ϲα̣[βίνου]κα̣ὶ Ῥουφίν[ου]

Ϲα̣[βίνου] B. et D. : [Ϲαβίνου] Lietz­mann

κα̣ὶ leg. B. et D. : κ̣[α]ὶ̣ Lietzmann

ταύτῃ τῇ ὑπ(ατείᾳ) ἐϲφάγη Διο̣[κλη-

15τιαν]ὸϲ εἰϲ Ϲάλωνα πρὸ γʹ Ν[ων(ῶν) Δεκ(εμβρίων)].

Ϲαλώνα Lietzmann

10 Ϲα̣[βίνου] B. et D. : [Ϲαβίνου] Lietz­mann10 κα̣ὶ leg. B. et D. : κ̣[α]ὶ̣ Lietzmann15 Ϲαλώνα Lietzmann


(317) [Γαλλικ]α̣[ν]οῦ[καὶ] Βά[ϲϲου]

[Γαλλικ]α̣[ν]οῦ B. et D. : [Γαλλικανοῦ] Lietzmann

15 [Γαλλικ]α̣[ν]οῦ B. et D. : [Γαλλικανοῦ] Lietzmann

(318) Λ̣[ικιννίου εʹ]κ̣α̣ὶ̣ [Κρίϲπου]

leg. et suppl. Groß, du­ci­bus B. et D.

15 leg. et suppl. Groß, du­ci­bus B. et D.

(319) Λ[ικιννίου Κέϲ(αροϲ)]καὶ [Κωϲταντίνου εʹ]


15 nihil nisi singula καὶ leg. Lietzmann, reliqua leg. et suppl. B. et D.

(320) Κ̣[ωϲταντίνου ϛʹ]καὶ Κ̣ω̣[ϲταντίνου Κέϲ(αροϲ)]

Κ̣ω̣[ϲταντίνου] Groß : Κ̣[ωϲταντίνου] B. et D.

15 Κ̣ω̣[ϲταντίνου] Groß : Κ̣[ωϲταντίνου] B. et D.

20(321) Κ[ρίϲπου βʹ]καὶ Κω̣[ϲταντίνου βʹ]

(322) Π[ροβιανοῦ]καὶ ᾽Ιο[υλιανοῦ]

(323) Ϲε̣β̣[ήρου]καὶ [Ῥουφίνου]

Ϲε̣β̣[ήρου] Groß : Ϲε̣[βήρου] B. et D.

20 Ϲε̣β̣[ήρου] Groß : Ϲε̣[βήρου] B. et D.

(324) Κρ̣ίϲ[π]ο̣υ̣ [γʹ]καὶ Κ̣[ωϲταντίνου γʹ]

Κρ̣ίϲ[π]ο̣υ̣ Groß : Κ[ρί]ϲ̣[π]ο̣υ̣ B. et D.

20 Κρ̣ίϲ[π]ο̣υ̣ Groß : Κ[ρί]ϲ̣[π]ο̣υ̣ B. et D.

(325) Π̣α̣υ̣λ̣ί̣νουκαὶ ᾽Ιο̣υ̣λ̣ι̣ανοῦ

25ταύ̣τῃ τῇ ὑπ(ατείᾳ) ἐϲφάγη Λικίννιοϲ.

ταύ̣τῃ leg. B. et D. : [ταύ]τῃ Lietzmann

25 ταύ̣τῃ leg. B. et D. : [ταύ]τῃ Lietzmann

(326) Κωϲταντίνο(υ)καὶ Κωϲταντ(ίου)

Κωϲταν­τίνο(υ) leg. B. et D. : [Κ]ωϲταντίνου Lietzmann

ταύτῃ τῇ ὑπ(ατείᾳ) ἐϲφάγη Κρίϲποϲ.


25 Κωϲταν­τίνο(υ) leg. B. et D. : [Κ]ωϲταντίνου Lietzmann

(327) Κωϲταντ(ίου) δʹκαὶ Μαξίμου

(328) [Ἰα]νου̣α̣ρίουκαὶ Ἰ[ούϲτου]

Ἰανου̣­α̣ρίου B. et D. : Ἰανο[υα]ρίου Lietzmann

Ἰ[ο]ύ̣ϲ̣τ̣[ου] Lietzmann


25 Ἰανου̣­α̣ρίου B. et D. : Ἰανο[υα]ρίου Lietzmann25 Ἰ[ο]ύ̣ϲ̣τ̣[ου] Lietzmann

30(329) Κωϲ[τα]ντίνουκαὶ Κ[ωϲταντίνου]

(330) Γ̣α̣λ­λι­κα­νοῦκαὶ Ϲ̣υ̣[μ]μ̣ά̣[χ]ο̣υ

Γ̣α̣λ­λι­κα­νοῦ leg. B. et D. : [Γα]λλικανοῦ Lietzmann

Ϲ̣υ̣[μ]μ̣ά̣[χ]ο̣υ B. et D. : Ο̣ὐ̣[αλερίο]υ Lietzmann

[τ]αύτῃ τῇ ὑπ(ατείᾳ) ἀφιερώθη Κωϲτ(αντινού)πο(λιϲ)

πρὸ εʹ Ἰδῶν Μαΐων.


30 Γ̣α̣λ­λι­κα­νοῦ leg. B. et D. : [Γα]λλικανοῦ Lietzmann30 Ϲ̣υ̣[μ]μ̣ά̣[χ]ο̣υ B. et D. : Ο̣ὐ̣[αλερίο]υ Lietzmann

(331) Βάϲϲουκαὶ Ἀβλαβίου

35(332) Πακατιανοῦκαὶ Ἱλαριανοῦ

(333) Δαλματίουκαὶ Ζενοφίλου

(334) Ὀπτάτουκα̣ὶ Παυλίνου

κα̣ὶ leg. B. et D. : κ[αὶ] Lietzmann

ταύτῃ τῇ ὑπ(ατείᾳ) ἐγέρθη Κώϲτανϲ

βαϲ(ιλεὺϲ) πρὸ ηʹ Καλ(ανδῶν) Ἰανουαρ(ίων).


35 κα̣ὶ leg. B. et D. : κ[αὶ] Lietzmann

40(335) Κωϲταντίουκαὶ Ἀλβίνου

(336) Πομπειανοῦκαὶ Φακούνδου

ταύτῃ τῇ ὑπ(ατείᾳ) εἰϲῆλθαν ἐν Κωϲτ(αντινου)πό(λει)

τὰ λίμψανα τῶν ἁγίων ἀποϲτόλων

Ἀνδρέα καὶ Λουκᾶ πρὸ ιαʹ Καλ(ανδῶν) Ἰουλ(ίων).

(imago 6)

45(337) [Φηλικιανοῦ]καὶ Τιτι̣[αν]οῦ


(338) [Οὔρϲου]κα̣ὶ Πολ[εμ]ί̣ου

καὶ Lietzmann

Πολ[εμ]ί̣ου leg. B. et D. : Πολ[εμί]ου Lietzmann

[ταύτῃ τῇ] ὑπ(ατείᾳ) ἐ[τελ]εύτηϲ̣[εν] Κωϲταν-

ἐτελεύτηϲ[εν] Lietzmann : ἐτελεύτηϲ̣[εν] B. et D.

[τῖνοϲ] πρὸ̣ [ι]αʹ Καλ(ανδῶν) [Ἰουνί]ων.

[ι]αʹ B. et D. : ιαʹ Lietzmann

45 καὶ Lietzmann45 Πολ[εμ]ί̣ου leg. B. et D. : Πολ[εμί]ου Lietzmann45 ἐτελεύτηϲ[εν] Lietzmann : ἐτελεύτηϲ̣[εν] B. et D. 45 [ι]αʹ B. et D. : ιαʹ Lietzmann